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Ich finde keine Worte

Ja ich weiß, dass ich jetzt eigentlich damit beginnen sollte zu erklären warum mein letzter Eintrag derart lange zurück liegt, aber… es gibt Wichtigeres. Zum Beispiel die Nachricht mit der Manx uns gestern konfrontiert hat. Perser hat sich entschlossen das Team zu erweitern. Soweit ja noch kein Problem, auch wenn mir die Vorstellung das es fortan sieben anstatt drei Mitbewohnern und somit auch acht statt vier Teammitglieder zu koordinieren galt nicht so recht gefallen wollte. Doch als ich dann hörte um wen Perser das Team zu erweitern gedenkt… mich entsetzt zu nennen wäre wohl stark untertrieben. Schwarz! Der Mann hat doch tatsächlich vor diese elenden Bastarde hier einziehen zu lassen. Und er erwartet auch noch allen ernstes von uns das wir sie ‚voll und ganz ins Team und in die Gemeinschaft integrieren’. Hat der sie noch alle? Gut… seid der Zerschlagung oder zumindest Stilllegung von Rosenkreuz sind wir nur noch selten auf sie getroffen. Sie machten ihr Ding und wir unseres. Aber das ändert leider so gar nichts daran was sie sind. Sie sind Schwarz! Ich kann einfach nicht glauben, dass Perser vergessen hat was sich immer wieder zwischen diesen Kerlen und uns abgespielt hat. Was sie jedem von uns angetan haben! Das konnte er doch nicht so einfach ignorieren! Doch er konnte. Sein Entschluss stand fest. Ich war fassungslos! Und so wie die Anderen aussahen wohl nicht nur ich. Wie gelähmt stand ich im Keller des Hauses und erst als Manx davon sprach das Crawford ein ‚vernünftiger Mann’ sei, erwachte ich aus meiner Starre. Ich tat das erste was mir einfiel. Ich stand auf und ging. Die Rufe die mir folgten ignorierte ich. Nie, so schwor ich mir, würde ich mit den Menschen die meine Familie zerstört hatten zusammen arbeiten. Unter keinen Umständen und niemals! Ich verließ den Keller mit dem festen Vorsatz sofort meine Sachen zu packen und für immer zu verschwinden. Doch… ich bin immernoch hier. Aber das hat Perser nicht Manx zu verdanken.

Wie ich es fast schon nicht anders erwartet hatte dauerte es keine fünf Minuten, da kamen auch schon Yohji, Ken und Omi in die Küche, in die ich mich erstmal verzogen hatte. Natürlich regten sie sich erst genauso auf wie ich. Allerdings wesentlich lautstarker. Doch schließlich begannen sie auf mich einzureden. Sie wüssten wie ich mich fühlen würde und das sie genauso empfinden würden, aber das ich auf keinen Fall gehen dürfte. Ich hatte damit gerechnet das so etwas kommen würde allerdings überraschte mich ihre Hartnäckigkeit ein Wenig. Eigentlich hatte ich immer geglaubt, dass sie insgeheim froh wären mich los zu sein. Ich hatte mich offenbar geirrt, denn sie verbrachten wirklich sehr viel Zeit mit ihrer Überzeugungsarbeit. Als es mir zu bunt wurde stand ich auf und ging in mein Zimmer ohne auch nur ein Wort dazu gesagt zu haben. Ich fühlte ganz genau die enttäuschten Blicke in meinem Rücken; hörte das leise Schluchzen Omis und die gemurmelten Worte der Beruhigung von Ken. Yohji sagte nichts und auch ich blieb stumm. Was hätte ich auch sagen sollen? Ich wollte nicht gehen! Ob ich es nun wahr haben will oder nicht… diese drei Chaoten waren im Laufe der Jahre zu so etwas wie meiner Familie geworden. Sie waren alles was ich noch hatte. Ich wollt sie nicht allein lassen und doch war ich mir sicher, dass ich nicht würde bleiben können. Diese Nacht bekam ich recht wenig Schlaf. Ich wälzte mich hin und her ohne dass sich der Schlaf einstellen wollte und wenn ich dann doch einmal einschlief riss mich ein Traum oder Erinnerungsfetzen wieder in die Wirklichkeit.

Heute Morgen fühlte ich mich wie gerädert und weder die kalte Dusche noch der heiße Kaffee halfen wirklich dagegen. Als ich herunter kam saß der Rest bereits am Tisch. Sie sahen mindestens so müde und abgekämpft aus wie ich mich fühlte. Omis Augen waren leicht gerötet. Ein bittender Ausdruck lag in dem leicht verwaschenen Blau seiner Augen. Ken sah mich ebenfalls an. Doch sein Blick war, im Gegensatz zu Omis, anklagend und vorwurfsvoll. Yohji mied meinen Blick ganz. Sah stattdessen sah er lieber in seine Kaffeetasse. Ein seltsam harter Ausdruck lag um seinen Mund. Niemand sagte etwas. Kein fröhliches ‚Ohayo Aya-kun!’, schallte mir wie sonst jeden Morgen entgegen. Nur tiefe undurchdringliche Stille. Ich konnte es ihnen nicht mal verdenken. Sie fühlten sich von mir im Stich gelassen und irgendwie hatten sie ja auch Recht. Ich wollte davon laufen und sie mit Schwarz allein lassen. Aber bleiben kann ich auch nicht. Das ist unmöglich! Hatte ich gestern noch fest vorgehabt auf jeden Fall zu gehen, bin ich mir im Moment nicht mehr so sicher. Auch jetzt sitze ich hier und grüble was ich am besten tun sollte und komme doch zu keiner Antwort. Nun ja… ich habe noch etwa eine Woche Zeit um zu entscheiden was ich tue und ich hoffe das ich am Ende dieser Woche bereit bin diese Entscheidung auch zu treffen.

In diesem Sinne….
Sayonára
Aya

9.3.07 03:33


TV-Übertragung mit Hindernissen!

Kómban wá!


In den letzten Wochen ist nun wirklich nichts mehr passiert, was es würdig gewesen wäre, hier festgehalten zu werden. So wie ich es mir in meinem letzten Eintrag gewünscht hatte. Es waren wirklich schöne ruhige Tage, doch natürlich wusste ich, dass dies nicht so bleiben würde. Denn schon am letzten Wochenende kam es wieder zu einer Episode, die mich kurzfristig am Verstand meiner lieben Kollegen hat zweifeln lassen.

Es war Samstagabend und ich saß, wie so oft, mit einem guten Buch in meinem Sessel im hinteren Teil des Wohnzimmers, während Ken, Omi und Yohji sich entschlossen hatten sich die Übertragung des Fußball-Länderspiels anzusehen. Ja der Fan-Virus der während der WM von Ken auf Omi und Yohji übergesprungen war, hält, wie ich zu meinem großen Bedauern feststellen muss, immer noch an. Ich sah also einem Abend voll schriller Anteilnahme und unqualifizierten Bemerkungen, sieht man mal von Ken ab, entgegen. Natürlich hätte ich mich auch in mein Zimmer zurückziehen können, aber ganz entgegen der üblichen öffentlichen Meinung über mich, die auch meine Freunde vertreten, bin ich eigentlich nicht der absolute Einzelgänger der ich immer zu sein scheine. Es fällt mir schlicht und ergreifend schwer mich für die Dinge zu interessieren, für die sie sich interessieren. Wodurch ich wohl oft abweisend und unnahbar wirke. Aber gut… ich sehe keine Veranlassung diesen Irrtum aufzuklären, denn so hab ich ihre Gesellschaft, aber trotzdem meine Ruhe. Und den Fernseher kann ich beim Lesen perfekt ausblenden.

Es war also ziemlich genau 20 Uhr, als die Bande das Wohnzimmer stürmte und sich auf dem Sofa nieder ließ. Ich sah nur kurz auf und wandte mich dann wieder meinem Buch zu. Ich machte mich innerlich schon bereit meinen üblichen Kommentar, von wegen sie säßen nur 2 m vom Fernseher entfernt und nicht in der Küche, könnten ihn also ruhig etwas leiser machen, von mir zu geben, doch… alles was mich empfing war Stille. Kein Kommentator der aufgeregt in sein Mikrophon brüllte, kein Spieler, der hilflos eine unsinnige Antwort auf eine noch unsinnigere Frage stammelte und noch nicht mal das aufgeregte Stimmengewirr der drei. Nur tiefe, undurchdringliche Stille.

Von dieser Tatsache mehr als verwirrt sah ich doch wieder auf und stellte zu meiner Überraschung fest, dass der Fernseher immer noch aus war. Ich konnte die Gesichter meiner Mitbewohner leider nicht sehen, da sie mit dem Rücken zu mir saßen, so dass ich nicht sagen konnte ob sie ihn mit Absicht noch nicht angemacht hatten oder ob etwas anderes dahinter steckte. Doch natürlich wusste ich, dass ich die Antwort auf diese Frage schon bald erhalten würde. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Yohji mehrmals mit Nachdruck auf den On-Knopf an der Fernbedienung drückte und dann ein ungläubiges „Warum funktioniert das nicht“ hervorstieß.

„Wie es funktioniert nicht?“, fragte Ken daraufhin ebenso ungläubig. Er sah zum Fernseher und bemerkte wohl, dass das Stand-By-Lämpchen gar nicht leuchtete. Kopfschüttelnd brummte er etwas wie ‚Kann ja auch gar nicht’, stand auf und betätigte den Knopf. Doch… erneut rührte sich nichts. „Mmh… komisch.“, meinte er daraufhin und musterte das schwarze Gerät skeptisch. „Vermutlich ist er kaputt.“, konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen. Ruckartig fuhren drei Köpfe zu mir herum und drei Augenpaare sahen mich mit ungläubig ja fast schon entsetzt an. Dann fuhren die Köpfe zum Fernseher zurück und wie auf Kommando brach Hektik los.

Ein kaputter Fernseher, etwa 10 Minuten bevor ein wichtiges Länderspiel anfing, bei drei Fußballverrückten Narren. Das kam der Aussicht auf das direkt bevorstehende Armageddon gleich. Aufgeregt riefen sie durcheinander. Yohji wies Omi in strengem Ton an, er solle das Gerät reparieren, woraufhin dieser in fast weinerlichem Ton zurückgab, dass er zwar mit PCs umgehen konnte, aber kein Fernsehtechniker sei. Während dessen trat Ken auf den Fernseher zu, rüttelte an ihm, drückte sämtliche Knöpfe und klopfte sogar zweimal gegen die Bildröhre. Dieses Gebaren entlockte selbst mir ein leises Schmunzeln. Das Buch lag mittlerweile unbeachtete in meinem Schoß. Das hier war doch soviel interessanter. Zumal ich von meinem Platz aus, auch bequem am Fernseher vorbei zu dessen Rückseite und der Wand dahinter schauen konnte und mich fragte, wie lange die drei wohl brauchen würden, bis sie herausfanden, dass ein Fernseher ohne Strom eben nicht lief und sie schon den Stecker in die Steckdose stecken müssten um ihm Leben zu entlocken.

Es war wirklich erheiternd wie sie völlig kopflos durch das Wohnzimmer schwirrten und alle möglichen Theorien aufstellten was denn nun zu tun sei. Ich sah mir das eine ganze Weile an. Mittlerweile war es halb neun und die drei wurden immer ungeduldiger und hektischer. Schließlich konnte man schon mindestens 15 Tore und ebenso viele Fouls verpasst haben. Erst als Yohji Ken anwies das Telefonbuch zu holen, denn jetzt müsste sofort ein Techniker her, entschloss ich mich einzugreifen und stand auf. „Das lasst ihr schön bleiben. Ein Techniker um die Zeit an einem Wochenende kostet ein kleines Vermögen.“, sagte ich streng und lehnte mich mit der Hüfte gegen die Sofalehne.

„Aber…aber… aber… das Spiel.“, stammelte Omi und sah mich mit Tellergroßen blauen Augen an, die auffallend glasig waren. Ein Grinsen zuckte in meinen Mundwinkeln, doch ich unterdrückte es, beugte mich stattdessen zu Omi rüber und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Daraufhin lief er wie auf Kommando feuerrot an und schlug sich die Hand vor den Mund, als hätte ich ihm gerade einen schmutzigen Witz erzählt. Yohji und Ken bekamen davon nicht das Geringste mit, denn sie waren immer noch in eine Diskussion vertieft was nun statt eines Technikers zu tun sei und ob sie nicht vielleicht irgendjemanden kennen würden, der sich mit Fernsehern auskannte.

Während sie gerade beratschlagten ob sie den Fernseher denn nicht einfach mal aufmachen sollten, um nachzusehen ob man nicht doch irgendwas machen könnte, auch ohne Sachkenntnis, huschte Omi, immer noch von ihnen unbemerkt, hinter das Gerät und steckte es wieder ein. Woraufhin es, oh Wunder der Technik, auch wieder funktionierte. Mit einem leisen Knistern, flammte die Bildröhre auf und sofort durchschnitt die aufgeregte Stimme des Kommentators die Stille. Ungläubiges Schweigen von Ken und Yohji war die Folge. Sie sahen erst zum Fernseher, dann zu Omi, dann zurück zum Fernseher und wollten dann wissen wie er das gemacht hatte. Dieser saß mittlerweile wieder auf dem Sofa und grinste sie mit Unschuldsmiene an, als könnte er kein Wässerchen trüben. „Ich bin halt ein Genie.“, sagte er im Brustton der Überzeugung, während er mir unbemerkt einen schnellen Blick zuwarf. Ob dieser nun dazu diente mir zu danken, oder mich davon abzuhalten ihnen die Wahrheit zu sagen, weiß ich nicht.

Doch dieser Blick und die Blicke von Ken und Yohji, als hätte sie ein Bus überrollt, entlockten mir nur doch ein leises Schmunzeln. Irgendwie nimmt der Kleine immer mehr Züge von Yohji an, was das ins Licht stellen der eigenen Fähigkeiten, ob in diesem Fall vorhanden oder nicht, anging. Ich entschloss mich dazu nichts mehr zusagen, außer bereits oben erwähnten Kommentar über die Lautstärke und zog mich in meinen Sessel und somit zu meinem Buch zurück.

Tja… die drei sind zum Teil besser als jedes Theaterstück. In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute.

Sayonára
Aya

 

@Yu-chan: Ich muss Ihnen mehr als Recht geben. Ich bin auch sehr froh, dass dieses Projekt nun weitestgehend anonym ist. Sonst hätte ich viele Dinge wohl nicht geschrieben. Gerade auf diesen heutigen Bericht hätten Sie wohl verzichten müssen. Nun es kann ab und zu eine Weile dauern, bis man wieder etwas Neues von mir hört, denn ich habe nicht immer Zeit und kann auch nur etwas schreiben, wenn die drei nicht zu Hause sind und niemand den Gemeinschafts-PC im Wohnzimmer benutzt. Vielleicht sollte ich mir in nächster Zeit mal einen Laptop zulegen.

@Ran: Nun… also eigentlich sehe ich mich nicht als Vorbild. Ich habe nur eine Abneigung gegen kindisches Handeln. Aber ab und zu geht diese kindische Ader eben auch mit mir durch.
Natürlich wäre es ein leichtes für Omi hinter meine Weblog-Adresse zu kommen. Da hege ich gar keinen Zweifel. Aber da er sehr an seinem Leben und außerdem an seinem PC und seiner Mangasammlung hängt, würde er sicher nicht mal im Traum daran denken es auch nur zu versuchen. Er weiß, dass er zumindest die letztere beiden Sachen verlieren würde, sollte er es auch nur versuchen. Er ist intelligent genug um meine Warnung erst zu nehmen und es auch nicht hinter meinem Rücken zu versuchen. Also ist dieser Blog sicher.
Nun ich halte recht viel von Höflichkeit und ich habe eine Abneigung dagegen Menschen zu duzen, die ich nicht kenne. Also werde ich bis auf weiteres, beim formellen Sie bleiben. Ich kann Sie natürlich nicht dazu zwingen es mir gleich zu tun. Aber ich denke das dies auch nicht ganz so wichtig ist.

6.10.06 17:26


Die Wochen danach

Kómban wá!

Zuerst einmal möchte ich beginnen, indem ich das Wort an Yu-chan und Ran-kun richte. Ich denke, Sie beide werden verstehen, dass man in der ersten Wut dinge sagt, die man so nihct meint oder niemals umsetzten würde. So ging es mir an diesem Samstag auch. Natürlich habe ich mir keinen neuen Supermarkt gesucht. Wo kämen wir denn dahin. Ich war letzte Woche ganz normal dort einkaufen und werde auch Morgen wieder dorthin gehen. Die Blicke und das Getuschel unter den Angestellten, die sich wohl an meinen eher unfreiwilligen Auftritt erinnert haben, habe ich dabei einfach ignoriert. Aber an diesem Samstag hatte ich kurzfristig den Gedanken mir wirklich ein neues Geschäft zu suchen.

Die drei waren dann auch nur wenige Minuten, nachdem ich den Bericht abgeschickt hatte und mich in mein Zimmer zurückgezogen hatte, wieder. Glücklicherweise schienen sie sich denken zu können, dass meine Laune nicht gerade die beste war und sie eine weitere Konfrontation wohl nur schwer verletzt überlebt hätten. Auf jeden Fall ließen sie mich für den Rest des Abends in Ruhe. Erst am Sonntagmorgen traf ich sie wieder und da wartete dann auch eine Überraschung auf mich. Yohji kam nämlich tatsächlich zu mir und hat sich entschuldigt. Ich war so baff, dass mir fast die Gesichtszüge entgleist wären, denn ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Tag jemals erleben würde. Naja… aber sie entgleisten eben nur fast, denn ich riss mich rechtzeitig zusammen, nahm die Entschuldigung mit einem stoischen Nicken an und vergrub mich wieder hinter meiner Zeitung. So wie Omi und Ken bei der Aktion guckten, bin ich mir ziemlich sicher, dass er nicht ganz allein auf diese Idee gekommen ist, sondern wohl Unterstützung von den beiden hatte. Was dann auch die gemurmelten Bemerkungen von wegen „Spielverderber und Spaßbremse“ bestätigten. Ich spielte kurz mit dem Gedanken ihm einen kurzen, bösen Blick zuzuwerfen. Doch der Bericht den ich gerade las, war einfach zu interessant. Deshalb ließ ich es.

Ich meine es ist ja nicht so, als würde ich Yohji und seine Art nicht kennen. Und auch wenn ich mich manchmal, aus durchaus verständlichen Gründen wie ich finde, so wie am Samstag, über ihn aufrege, stört mich seine Art eigentlich nur noch wenig. Ganz egal wie sehr ich mich auch über die Probleme, die sie manchmal verursachen auch aufrege… Ken, Omi und Yohji sind nun mal so etwas wie meine Familie und ich kann mit ihrer Art die meiste Zeit umgehen. Allerdings hat mich diese Gewöhnung an ihre Art nicht davon abgehalten Rache zu üben. Und zwar hatte ich den Dienstplan für die nächste Woche, besonders ungünstig geschrieben. So hatten die Drei zum Beispiel die gefürchtete und verhasste Montagnachmittagsschicht, während ich mir frei genommen hatte. Natürlich sagte ich, dass ich etwas vorhätte. Ich denke sie wussten das dem nicht so war, aber das sei dahin gestellt. Diese Schicht ist besonders verhasst, da die Mädchen die ständig in unserem Laden rumhängen, nach einem langen Wochenende besonders schrill und hartnäckig sind. Okay… vielleicht war es kindisch dies zu tun und ich war mir sicher dass die Vergeltung nicht lange auf sich warten lassen würde. Aber das war mir egal, denn die entsetzten Blicke als sie den zu ihren Ungunsten aufgestellten Dienstplan sahen, waren es allemal wert. Ich weiß nicht wie viele Stunden sie versucht hatten mich umzustimmen und mich baten den Dienstplan doch noch einmal zu überdenken. Gott sei Dank gibt es Oropax, also war es mir egal. Irgendwann gaben sie dann auch auf.

Die Montagmorgenschicht verlief dann auch recht ruhig und mit einiger gut versteckter Schadenfreude, nahm ich gegen Mittag meine Schürze ab, machte die Übergabe und verschwand dann aus dem Laden. Es war ein wirklich schöner Nachmittag. Ich besuchte meine Schwester, machte einen langen Spaziergang durch den Park und verbrachte einige schöne Stunden in der Bibliothek. Abends ging ich noch in aller Ruhe etwas Essen und kehrte erst gegen 21 Uhr Abends zum Katzenhaus zurück. Wo mich wieder einmal der Schlag traf, denn als ich die Küche suchte, fand ich nur einen Müllberg und jede Menge Chaos. Außerdem einen Zettel am Kühlschrank, der mir sagte das die Bande im Kino war. Sie hätten mich ja gerne mitgenommen, aber ich wäre ja nicht da gewesen. Wer’s glaubt. Es war doch recht offensichtlich, dass sie das mit Absicht so gelegt hatten und mir das Chaos ihrer Kochversuche aus Rache für den Dienstplan überlassen hatten.

Ich war ja kurz davor mich aufzuregen, ließ es dann aber bleiben und kochte mir erstmal einen Kaffee. Mit diesem setzte ich mich dann in das Wohnzimmer um das Elend meiner unordentlichen Küche nicht mehr ertragen zu müssen. Die Aufkeimende Wut über die Unordnung, hatte sich mittlerweile zu einem leisen Schmunzeln gewandelt. Mir war wohl klar, dass wir uns wie Kinder aufführten, weshalb ich auch schließlich einfach nur die Küche aufräumte, was nicht sonderlich lange dauerte, und es dabei bewenden ließ. Sie verstanden mein Friedensangebot dann wohl auch als solches und alles war soweit wieder im Lot.

Den Rest der Woche nahmen dann Missionen, bei denen wir glücklicherweise nicht auf unseren Erzfeind Schwarz trafen, in Anspruch, so dass ich eben erst heute dazu komme hier zu schreiben. Ach ja… nach meinem Umzug auf diesem Weblog und der damit verbundenen neuen Adresse, bin ich jetzt auch meine mitlesenden Kollegen los. Ihnen habe ich die Adresse nämlich nicht gegeben, egal wie sehr sie baten und bettelten. Auch Manx gibt sich seid neustem mit einem Screenshot der Übersicht zufrieden, damit sie weiß, dass ich etwas geschrieben habe. So das dieser Blog nun tatsächlich anonym ist.

In diesem Sinne, verabschiede ich mich für heute in der Hoffnung das in den nächsten Tagen nichts passiert was es würdig wäre hier festgehalten zu werden. Ich brauche meine Nerven!

Sayonára
Aya

 
Da sich auch dieses Mal einige Leute die Mühe gemacht haben dies hier zu kommentieren, werde ich auch heute darauf eingehen.

@Kajol: Vielen Dank für Ihre Anteilnahme. Nun wenigstens scheine ich im Schriftstellerischen Bereich einige komödiantische Talente zu haben, wenn Sie sich so köstlich amüsiert haben. Ich fand das ganze, wie Sie sicher verstehen können, weniger lustig. Trotzdem freut es mich, dass Sie meine Unlust verstehen und danke Ihnen für Ihre Wünsche für die Zukunft.

@Yu-chan: Na wenigstens konnte ich sie, meine Leser, amüsieren. Obwohl ich sagen muss, dass ich es mittlerweile nicht mehr halb so schlimm finde, wie in diesem Moment. Ich hätte explodieren können, aber mittlerweile sehe auch ich das ganze etwas lockerer. Wie ich oben ja schon erwähnt habe, habe ich mich nicht vertreiben lassen und die Verkäuferinnen habe ich ignoriert. Wobei ich festgestellt habe, dass einige seid neuestem besonders freundlich sind. Ich glaube der Shonen Ai Virus greift um sich und nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an.

@Ran: Nun ich denken, Yohji wird noch ein paar Tage Probleme mit dem Bewegen haben und ich habe ihm wohl seine liebste Abendbeschäftigung verdorben, da er das ganze Wochenende daheim geblieben war. Wobei ich nicht finde das ich selbst Schuld bin. Haben Sie schon einmal versucht einen solchen Haufen von etwas abzuhalten, was sie sich in den Kopf gesetzt haben? Falls nicht kann ich Ihnen aus Erfahrung sagen… es bringt nichts. Ich hatte also kaum eine andere Wahl als sie mitzunehmen. Aber gut… diese Episode gehört jetzt zum Glück der Vergangenheit an.

@Hexlein: Nun ja… die liebe Technik. Mich mag sie leider auch des Öfteren nicht so weshalb Sie sich über Ihren leicht verspäteten Kommentar keine Gedanken machen müssen. Nun wenn Sie es tatsächlich als Ratgeber sehen, dann haben Sie diesem Unsinnigen Unterfangen hier gerade einen Sinn gegeben. Ich danke Ihnen dafür. Wobei ich Ihnen dringend davon abraten möchte mit Leuten zusammen zu ziehen, die sie vorher nicht wirklich kennen. Das kann zu echten Problemen führen.

22.9.06 18:08


Samstagseinkäufe - Nur noch allein!

Kómban wá!

Den Umstand, dass über diesem Eintrag eine Begrüßung steht, haben wir wieder einmal Manx zu verdanken. Sie meinte, ich dürfte meine Leser nicht derart vor den Kopf stoßen und müsste sie wenigstens begrüßen und mich von ihnen verabschieden. Welche Leser denn verdammt? Es interessiert sich hierfür doch sowieso niemand! Außer vielleicht meine lieben lieben Mitbewohner, die den Umstand, dass ich hierzu gezwungen werde furchtbar witzig finden.

So dachte ich bis vor ein paar Tagen noch. Aber… zu meiner großen Überraschung, habe ich festgestellt, dass es wohl doch Menschen gibt die dies hier lesen und sogar interessant finden. Ein Umstand, den ich unbegreiflich finde, aber nun gut. Dann will ich mich mal dazu durchringen.

Sowieso könnte diesen Tag heute wohl nichts mehr furchtbarer machen, als er sowieso schon war. Ich bekomm jetzt noch Mordgedanken, wenn ich darüber nachdenke. Aber gut… fangen wir vorne an.

Heute stand, wie jeden Samstag, der übliche Wocheneinkauf an. Üblicherweise mache ich ihn allein, oder aber ich schaffe es einen von den faulen Kerlen unter Androhung massivster Strafen dazu zu bewegen mich zu begleiten. Was aber recht selten vorkommt. Umso überraschter war ich, dass dieses Mal gleich alle drei mit wollten. Sie meinten sie wollten auch mal ein Mitspracherecht bei dem was ich so kaufe haben. Das ich den Einkaufszettel üblicherweise aushänge und die anderen auffordere ihre Vorschläge darauf zu schreiben, wurde geflissentlich ignoriert. Ich wusste schon in dem Moment wo sie die Idee äußerten mitzufahren, dass das keine gute Idee sein konnte. Doch trotz besseren Wissens ließ ich mich breitschlagen und nahm sie mit.

Meine Entscheidung sollte sich schon sehr bald als fataler Fehler herausstellen. Schon am Eingang ging die Schlacht um den Einkaufswagen los. Lautstark diskutierten Omi und Ken, wie zwei Kinder, wer denn besser geeignet wäre den Wagen zu schieben. Yohji stand nur dämlich grinsend daneben. Als die Leute schon ihre Köpfe nach uns drehten, beendete ich den Streit, idem ich einen der Wagen nahm, in den Supermarkt fuhr und die drei einfach draußen stehen ließ.

Doch schon im ersten Gang hatten sie mich wieder eingeholt und sich in einem Moment, in dem ich unvorsichtiger Weise den Wagen für eine Sekunden aus den Augen und vor allem aus den Händen gelassen hatte, den Wagen wieder unter den Nagel zu reißen. Was dann in Etwa so aussah: Omi sprang in den Wagen, Ken schnappte ihn sich und die beiden begannen wie die Irren durch den Supermarkt zu jagen. Das ich ihnen hinterher rief, überhörten sie natürlich und waren auch schon um die nächste Ecke verschwunden. Bereits leicht genervt, blieb mir nichts anderes übrig, als zum Eingang zurück zu gehen und mir einen Korb zu holen in dem ich die Einkäufe verstauen konnte.

Von Yohji war weit und breit nichts zu sehen und ehrlich gesagt war ich auch ganz froh drum. Noch so einen Chaoten konnte ich jetzt sicher nicht gebrauchen. Ich erledigte also einen Teil der Einkäufe. Doch schon etwa 10 Minuten später war es mit der Ruhe auch schon vorbei, denn in dem Moment sollte ich Omi und Ken wieder finden. Oder besser gesagt sie mich. Nämlich indem meine Kehrseite eine recht schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Einkaufswagen machte. Mit mühsam unterdrückter Wut drehte ich mich zu ihnen um und erstarrte.

Denn Omi saß in einem Berg Süßigkeiten. Es sah fast so aus, als hätten sie im Vorbeifahren die halbe Süßwarenabteilung ausgeräumt. Schnaubend fragte ich sie wie alt sie eigentlich seien und ob sie wirklich glaubten, dass ich das Haushaltsgeld für diesen Berg Süßigkeiten ausgeben würde. Nörgelnd kletterte Omi wieder aus dem Wagen und sofort gingen sie dazu über auf mich einzureden um mich so dazu zu überreden, dass ich das Zeug doch kaufte.

Davon völlig unberührt, griff ich mir den Wagen, fuhr zurück in die Süßewarenabteilung und räumte alles wieder in die Regale. Was natürlich auch wieder alle Blicke auf mich lenkte. Nicht zuletzt deshalb, weil ich zwei fast erwachsene Teenager im Schlepptau hatte, die jammerten wie zwei kleine Kinder. Doch ich ließ mich weder von Omis tellergroße Chibiaugen, noch von seinem nervigen, weil furchtbar langezogenen, „Ach Ayaaaaaa~! Jetzt sei doch nicht sooooo~“ oder von Kens waghalsigen Argumenten überzeugen.

Die nächste Dreiviertel Stunde verbrachte ich nun damit jedes Teil was ich kaufen wollte mit Ken und Omi durchzudiskutieren. Das heißt, sie versuchten mit mir zu diskutieren. Ich ignorierte sie die meiste Zeit über, während mein Geduldsfaden immer dünner wurde. Irgendwann verschwanden die beiden und ich konnte in Ruhe zu Ende einkaufen. Ich wollte nur noch an die Kasse, zahlen und dann nach hause.

Hätte ich jedoch gewusst was mich an der Kasse erwartet, hätte ich mich gehütet diesen Wunsch zu äußern oder es auch nur zu denken. An der Kasse traf ich dann auch Omi und Ken wieder, die dort bereits auf mich warteten, und gemeinsam luden wir die Sachen auf das Band. Soweit lief alles wie geplant. Doch plötzlich lag zwischen Glasnudeln, Milchtüten, Reispackungen und anderen Lebensmitteln ein sehr expliziter Yaoi Manga auf dessen Cover zwei Männer zu sehen waren, die sich in eindeutiger Pose rekelten.

Mit vor Entsetzten weit aufgerissenen Augen sah ich zu Ken und Omi, während ich mich noch fragte wie sie das Ding in den Wagen bekommen hatten ohne das ich das mitbekommen hatte. Doch sie sahen mich nur an, als könnte sie kein Wässerchen trüben und als wären sie genauso ahnungslos wie ich, was ich ihnen natürlich keine Sekunde geglaubt habe. Doch bevor ich auch nur einen Ton über die Lippen brachte, griff die Verkäuferin auch schon mit spitzen Fingern nach dem Buch und zog es über den Sensor, wobei sie mich pikiert musterte.

Ich konnte unterdessen nur zusehen und hoffen, dass ich ihn schnell genug verschwinden lassen konnte bevor ihn noch jemand anders sah. Doch… natürlich hatte ich kein Glück. Denn in diesem Moment erschien eine jüngere Kollegin schmunzelnd neben der die uns bediente und informierte mich hilfsbereit darüber das sie jetzt auch Gleitgel und andere Dinge die in die selbe Richtung gingen im Angebot hätten. Ich würde die Sache hinten bei den Kondomen und den Schwangerschaftstests finden.

Nun wandten wieder einmal andere Kunden ihre Köpfe und musterten mich mit hochgezogenen Augenbrauen. In diesem Moment wünschte ich mir, wohl fast so rot im Gesicht wie auf dem Kopf, dass sich der Boden unter mir auftun und mich verschlucken möge. Und gerade, als ich dachte, es könnte gar nicht mehr schlimmer werden wurde ich erneut eines besseren belehrt. Denn genau diesem Moment wählte Yohji um wieder aufzutauchen. Er trat dich t hinter mich, schlang mir beide Arme um die Taille und versicherte, sogar für mich glaubhaft, dass wir bereits einen Jahresvorrat daheim hätten, aber dass er es im Hinterkopf behalten würde, sollten wir Nachschub brauchen.

Ich glaube das war der Moment in dem mein Geduldsfaden endgültig riss. und nicht nur der. Ich machte mich los, indem ich Yohji kraftvoll, weil stocksauer, meinen Ellenbogen in den Magen rammte und verließ schnurstracks den Laden. Warum muss Yohji solche Sachen auch immer auf die Spitze treiben? Er weiß, dass ich für diese dämlichen Scherze absolut nicht zugänglich bin. Ich frage mich immer noch ob so etwas von Anfang an geplant war oder ob sie diese Idee ganz spontan hatten, denn das das ein abgekartetes Spiel von Yohji, Omi und Ken war steht für mich völlig außer Frage.

Na ja… sich jetzt noch aufzuregen bringt wohl nicht viel. Auf jeden Fall hat mich dieser Samstagseinkauf zu drei Tatsachen und einer Erkenntnis geführt. Tatsache 1: Omi, Ken und Yohji mussten den Heimweg zu Fuß antreten. Zusammen mit den Einkäufen. Sie waren wohl auch nicht clever genug sich von dem Personal des Supermarktes ein Taxi rufen zu lassen, da sie immer noch unterwegs sind. Tatsache 2: Ich muss mir einen neuen Supermarkt suchen. Denn diesen werde ich ganz sicher nie wieder betreten. Tatsache 3: Yohji wird wohl noch eine Weile Probleme mit der Bewegung haben, denn das wird sicher einen blauen Fleck geben. Und die Erkenntnis… Einkäufe erledige ich mit 100% Sicherheit nur noch alleine.

In diesem Sinne

Sayonára
Aya

Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass ich mit diesem Eintrag schon die Grenze dessen was an Länge noch vertretbar ist gesprengt habe, aber da sich schon jemand die Mühe gemacht hat das was ich geschrieben habe zu lesen und auch noch zu kommentieren, will ich mich natürlich nicht lumpen lassen.

@ Hexlein: Es tut mir leid, aber ich kann ihre Zuversicht was den Sinn dieses Tagebuches angeht, leider nicht teilen. Ich halte es immer noch für unsinnig. Ich kann auch nicht verstehen, dass es Leute gibt, die sich hierfür interessieren, aber vielleicht kann man es ja als eine Art Ratgeber sehen. „Dinge die man vermeiden sollte, wenn man in einer WG lebt“. Vielleicht hilft es Ihnen in Ihrem Leben irgendwann einmal.

@ Yu-chan: Wie bereits gesagt… ich kann nicht verstehen, dass sich hierfür wirklich jemand interessiert. Das geht wirklich über meinen Verstand. Aber nun gut… da Sie es schon tun, hoffe ich, dass es auch Ihnen vielleicht irgendwann einmal hilft. Ich denke Sie werden verstehen, dass ich Ihren Dank nicht an Manx weiterleiten werde. Ich möchte gar nicht wissen was sie sich noch einfallen lässt, wenn sie merkt, dass dieses Projekt auch noch Anklang findet. Aber ich verspreche Ihnen, sollte ich jemals dieses Buch schreiben, werden Sie mit Sicherheit ein signiertes Exemplar von mir bekommen.

9.9.06 18:16


Warum mache ich mir noch Hoffnungen?

So... da bin ich also wieder. Leider! Nachdem ich Manx in den letzten Wochen nicht mehr gesehen hatte und Birman mich nicht auf dieses verflixte Tagebuch angesprochen hatte, habe ich schon zu hoffen gewagt, dass sie es vielleicht vergessen hätten. Oder das sie endlich eingesehen hatten wie unsinnig das ganze doch ist. Doch... wieder einmal hatte ich mich zu früh gefreut.

Manx hatte Urlaub (ich wusste gar nicht das Kritikermitarbeiter Urlaub haben) und Birman war über die Sachen nicht informiert. Gestern war sie auf jeden Fall wieder mal im Koneko. Gutgelaunt und braungebrand, war dann auch die erste Frage die sie stellte wie es denn mit meinem Onlinetagebuch liefe. Ich zog es vor mich zu diesem Thema auszuschweigen. Aber mein Kommentar war auch total unnötig. Es gibt ja immernoch Yohji. Der war natürlich sofort dabei Manx zu erzählen, dass ich das mit dem Tagebuch nicht wirklich ernst genommen hätte und das seid meinem ersten Eintrag kein weiterer hinzu gekommen war.

Die Folge war, dass ich mir eine 20-Minütige Standpauke anhören durfte in der Manx mir lang und breit, und ziemlich blumig, erzählte das ich das gefälligst ernst nehmen sollte und das sie das ja nicht zum Spaß machen würden und sowieo und überhaupt. Ach tun sie nicht? Ich dachte eigentlich das der Unterhaltungsfaktor bei dieser Sache eine große Rolle spielen würde. Also... ihre Unterhaltung natürlich. Nicht meine. Denn ich würd dieses Tagebuch als meine persönliche Nemesis bezeichnen.

Nach gut 10 Minuten habe ich schließlich auf Durchzug geschaltet, was sonst eigentlich gar nicht meine Art ist, und habe mir lieber 101 Wege überlegt wie man einen Playboy, der breit grinsend auf dem Sessel neben wir saß, töten kann. Es kamen einige interessante Ideen zustande. Ich überlege ein Buch darüber zu schreiben.

Wie dem auch sei... jetzt bin ich auf jeden Fall wieder gezwungen meine Tage zumindest sporadisch festzuhalten. Nur ein Ausflug in eine Tierhandlung mit Omi oder eine Shoppingtour mit Yohji könnte schlimmer sein. Das sind nämlich Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte, wenn man nicht stundenlang vor irgendwelchen Kleintierkäfigen hängen will und immer wieder ein furchtbar hohes "Guck mal Aya sind die nicht süüüüüüüüß?" von einem extrem aufgeregten Chibi in den Ohren haben will. Oder wenn man vermeiden möchte ebenfalls stundenlang durch irgendwelche Boutiquen geschleift zu werden. Aber ich bin mir sicher, auch darüber wird irgendwann noch ein Eintrag folgen.

Allerdings habe ich keine Ahnung was zur Hölle ich jetzt hier schreiben soll. Ich könnte erzählen, dass ich in den letzten Tagen ein interessantes Buch gelesen habe, aber das wäre Manx wohl auch nicht recht, weil es nichts mit meiner Psyche zu tun hat. Am liebsten würde ich schreien, doch da das so ganz gegen meine Gewohnheiten und prinzipien wäre, lasse ich es. Statt dessen werde ich für heute schließen, den Umstand das meine lieben Kollegen außer Haus sind nutzen und mich in die Badewanne legen und versuchen meine Umwelt zu vergessen. Allerdings fürchte ich fast, dass wir uns schon sehr bald wieder sehen werden.

5.9.06 19:48


Die Welt ist schlecht!

Zuersteinmal möchte ich festhalten, dass ich das Führen von Tagebüchern für absolut lächerlich halte. Es ist unsinnig, langwierig und außerdem absolute Zeitverschwendung. Warum ich mich dennoch dazu entschlossen habe eins zu führen und dann auch noch derart öffentlich? Tja… gute Frage. Vielleicht damit auch andere Menschen erfahren was ich im täglichen Kampf mit meinen Mitbewohnern über mich ergehen lassen muss. Oder aber, was wesentlich wahrscheinlicher ist, weil mein Boss mich dazu gezwungen hat. Es war eine fixe Idee seiner Sekretärin. Danke Manx! Sie nennen das „Aggressionsbewältigung“. Dabei verkennen sie meine Lage völlig! Ich bin nicht aggressiv, zumindest nicht grundlos und auch nur manchmal. Die meiste Zeit bin ich lediglich genervt und einfach nicht gewillt das absolut kindische Verhalten, meiner bereits oben erwähnten Mitbewohner kommentarlos und mit einem Lächeln hinzunehmen. Aber nun gut… wenn es sie glücklich macht, werde ich mich eben ein bis zweimal die Woche aufraffen und über irgendetwas schreiben damit sie mich vielleicht endlich in Ruhe lassen. Obwohl ich noch einmal betonen möchte wie unsinnig ich das hier finde. Aber gut… das ich etwas für blödsinnig halte ist ja sowieso nie Grund genug für andere mich damit zu verschonen.

Das beste Beispiel ist gerade mal ein paar Tage her: DIE WM!!!

Die ja jetzt Gottlob, obwohl ich nicht an ihn glaube, vorbei ist. Gut, es ist ja hinlänglich bekannt, dass Ken mal selbst Fußballer war. Da ist es durchaus verständlich das er sich für ein solches Großereignis interessiert. Aber muss er deswegen denn das ganze Haus in ein Irrenhaus verwandeln? Die Antwort: Ja! Muss er! Zu meinem Leidwesen!

Schon Tage vorher hat er angefangen das gesamte Haus mit Fahnen der verschiedensten Nationen zu „verschönern“ und auch massivste Todesdrohungen meinerseits konnten ihn nicht dazu bewegen sie wieder abzunehmen. Netterweise haben sich auch noch Omi und Yohji auf seine Seite geschlagen und mit einem „Ach lass ihm doch seinen Spaß“ war ich überstimmt. Aber wenn ich geglaubt hatte, damit wäre es getan, hatte ich mich maßlos verschätzt.

Natürlich erkälte er den Fernseher vom Tag des ersten Vorrundenspiels zu seinem persönlichen Eigentum. Okay, da ich sowieso kein Fernsehen schaue war mir das noch recht gleichgültig. Als er dann aber anfing seinen Dienst im Laden zu vernachlässigen war mir das natürlich weniger gleichgültig. Dieses Mal halft die Aussicht einer nahenden Bekanntschaft mit meinem Katana und Ken erschien wieder zur Arbeit. Doch oh weh… hätte ich doch lieber nicht darauf bestanden! Denn da er mittlerweile auch Yohji und Omi mit dieser Fußballhysterie angesteckt hatte wurde Omis Laptop kurzerhand zum Fernseher umfunktioniert und im Laden aufgestellt und nun musste ich mir den Müll auch antun. Dann kam das Spiel Brasilien gegen Japan und selbst ich als absoluter Fußballgenger und -laie wusste, dass das japanische Team bald wieder in heimische Gefilde zurückkehren würde. Doch damit war es leider immer noch nicht ausgestanden. Nach der ersten Enttäuschung über das japanische Ausscheiden kam man überein nun geschlossen die deutsche Nationalmannschaft zu unterstützen und er Irrsinn ging weiter.

Dann schieden auch sie aus und wieder dachte ich ‚Prima jetzt ist alles vorbei!’ Doch dann ging die Diskussion erneut los. Wenn sollte man jetzt unterstützen? Die Antwort habe ich nie herausgefunden. Denn in weiser Voraussicht, hatte ich mich für das Finalwochenende in einem Hotel am Rande Tokios eingemietet. Was eine gute Idee war, wie ich am Montag als ich wieder zurück kam feststellte. Denn Yohji war der Meinung gewesen zu einem richtigen Finale gehörte auch ein Kasten Bier. Das hieß das ich am ‚Morgen danach’ erstmal die Schnapsleichen entfernen musste um mich dann ans Aufräumen zu machen. Oh Mann… Yohji meine Rache wird fürchterlich sein! Na ja… der Laden blieb dann auf jeden Fall bis Mittwoch geschlossen. So lange dauerte es bis alle wieder fit waren. Und die Moral von der Geschicht? Es gibt wohl keine aber in vier Jahren, zur nächsten WM, mach ich fünf Wochen Urlaub auf den Bahamas.

13.8.06 17:03


Erklärung

Was genau passiert hier? Nun... das hier soll eine Art Fanficition / RPG zu dem Manga / Anime "Weiß Kreuz" werden. In diesem werde ich vorübergehend in die Rolle des Weiß Leaders Aya Fujimiya alias Abyssinian schlüpfen und erzählen was er so schönes mit seinen Kollegen, Freunden und Feinden erlebt.

Paralell hierzu verläuft der Blog von Schuldig
(http://myblog.de/schuldig-sama ) der für die verfeindete Gruppierung "Schwarz" kämpft. Aber diese Überschneidung kommt erst später. Vorläufig laufen sie noch nebeneinander her.

So... das wars auch schon. Alles verstanden? Ich denke schon. Ach ja... eins noch! Kommentare zu den Einträgen richtet ihr bitte direkt an Aya. Denn ich, als Autor, existiere in diesem Blog eigentlich nicht wirklich. Kommentare an mich könnt ihr via E-Mail schicken (reika1283@yahoo.de ) oder aber ihr surf auf meinem Blog vorbei. (http://myblog.de/rans-place )

Dann fehlt aber noch der Disclaimer wie ich gerade sehe. Also... natürlich gehört keiner von den Jungs über die ich schreibe mir, sonder ihren Schöpfern. Auch die Begebenheiten die ich beschreibe haben so in der Geschichte natürlich nie stattgefunden. Ich mache hiermit auch kein Geld und ich verspreche die Jungs später wieder zurück zu geben.

Ebenfalls kurz erwähnen, möchte ich hier die Blogs von Yohji Kudou und Brad Crawford. Die Links findet ihr auf der Seite. ^^ Sie haben zwar nicht direkt etwas mit unserem Zeitverlauf zu tun, aber sie sich aber auch mit Weiß Kreuz Charakteren beschäftigen möchte ich sie an dieser Stelle dennoch erwähnen. Kleiner Tipp... Reinlesen lohnt sich! :D

Dann bleibt mir jetzt wohl nur noch euch viel Spaß beim Lesen zu wünschen. *smile*

LG, Ran

2.9.06 19:21





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