Startseite
    Aya's Diary
    Was genau passiert hier?
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   
   
   
   Der Autor ^^

http://myblog.de/ayas-diary

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ich finde keine Worte

Ja ich weiß, dass ich jetzt eigentlich damit beginnen sollte zu erklären warum mein letzter Eintrag derart lange zurück liegt, aber… es gibt Wichtigeres. Zum Beispiel die Nachricht mit der Manx uns gestern konfrontiert hat. Perser hat sich entschlossen das Team zu erweitern. Soweit ja noch kein Problem, auch wenn mir die Vorstellung das es fortan sieben anstatt drei Mitbewohnern und somit auch acht statt vier Teammitglieder zu koordinieren galt nicht so recht gefallen wollte. Doch als ich dann hörte um wen Perser das Team zu erweitern gedenkt… mich entsetzt zu nennen wäre wohl stark untertrieben. Schwarz! Der Mann hat doch tatsächlich vor diese elenden Bastarde hier einziehen zu lassen. Und er erwartet auch noch allen ernstes von uns das wir sie ‚voll und ganz ins Team und in die Gemeinschaft integrieren’. Hat der sie noch alle? Gut… seid der Zerschlagung oder zumindest Stilllegung von Rosenkreuz sind wir nur noch selten auf sie getroffen. Sie machten ihr Ding und wir unseres. Aber das ändert leider so gar nichts daran was sie sind. Sie sind Schwarz! Ich kann einfach nicht glauben, dass Perser vergessen hat was sich immer wieder zwischen diesen Kerlen und uns abgespielt hat. Was sie jedem von uns angetan haben! Das konnte er doch nicht so einfach ignorieren! Doch er konnte. Sein Entschluss stand fest. Ich war fassungslos! Und so wie die Anderen aussahen wohl nicht nur ich. Wie gelähmt stand ich im Keller des Hauses und erst als Manx davon sprach das Crawford ein ‚vernünftiger Mann’ sei, erwachte ich aus meiner Starre. Ich tat das erste was mir einfiel. Ich stand auf und ging. Die Rufe die mir folgten ignorierte ich. Nie, so schwor ich mir, würde ich mit den Menschen die meine Familie zerstört hatten zusammen arbeiten. Unter keinen Umständen und niemals! Ich verließ den Keller mit dem festen Vorsatz sofort meine Sachen zu packen und für immer zu verschwinden. Doch… ich bin immernoch hier. Aber das hat Perser nicht Manx zu verdanken.

Wie ich es fast schon nicht anders erwartet hatte dauerte es keine fünf Minuten, da kamen auch schon Yohji, Ken und Omi in die Küche, in die ich mich erstmal verzogen hatte. Natürlich regten sie sich erst genauso auf wie ich. Allerdings wesentlich lautstarker. Doch schließlich begannen sie auf mich einzureden. Sie wüssten wie ich mich fühlen würde und das sie genauso empfinden würden, aber das ich auf keinen Fall gehen dürfte. Ich hatte damit gerechnet das so etwas kommen würde allerdings überraschte mich ihre Hartnäckigkeit ein Wenig. Eigentlich hatte ich immer geglaubt, dass sie insgeheim froh wären mich los zu sein. Ich hatte mich offenbar geirrt, denn sie verbrachten wirklich sehr viel Zeit mit ihrer Überzeugungsarbeit. Als es mir zu bunt wurde stand ich auf und ging in mein Zimmer ohne auch nur ein Wort dazu gesagt zu haben. Ich fühlte ganz genau die enttäuschten Blicke in meinem Rücken; hörte das leise Schluchzen Omis und die gemurmelten Worte der Beruhigung von Ken. Yohji sagte nichts und auch ich blieb stumm. Was hätte ich auch sagen sollen? Ich wollte nicht gehen! Ob ich es nun wahr haben will oder nicht… diese drei Chaoten waren im Laufe der Jahre zu so etwas wie meiner Familie geworden. Sie waren alles was ich noch hatte. Ich wollt sie nicht allein lassen und doch war ich mir sicher, dass ich nicht würde bleiben können. Diese Nacht bekam ich recht wenig Schlaf. Ich wälzte mich hin und her ohne dass sich der Schlaf einstellen wollte und wenn ich dann doch einmal einschlief riss mich ein Traum oder Erinnerungsfetzen wieder in die Wirklichkeit.

Heute Morgen fühlte ich mich wie gerädert und weder die kalte Dusche noch der heiße Kaffee halfen wirklich dagegen. Als ich herunter kam saß der Rest bereits am Tisch. Sie sahen mindestens so müde und abgekämpft aus wie ich mich fühlte. Omis Augen waren leicht gerötet. Ein bittender Ausdruck lag in dem leicht verwaschenen Blau seiner Augen. Ken sah mich ebenfalls an. Doch sein Blick war, im Gegensatz zu Omis, anklagend und vorwurfsvoll. Yohji mied meinen Blick ganz. Sah stattdessen sah er lieber in seine Kaffeetasse. Ein seltsam harter Ausdruck lag um seinen Mund. Niemand sagte etwas. Kein fröhliches ‚Ohayo Aya-kun!’, schallte mir wie sonst jeden Morgen entgegen. Nur tiefe undurchdringliche Stille. Ich konnte es ihnen nicht mal verdenken. Sie fühlten sich von mir im Stich gelassen und irgendwie hatten sie ja auch Recht. Ich wollte davon laufen und sie mit Schwarz allein lassen. Aber bleiben kann ich auch nicht. Das ist unmöglich! Hatte ich gestern noch fest vorgehabt auf jeden Fall zu gehen, bin ich mir im Moment nicht mehr so sicher. Auch jetzt sitze ich hier und grüble was ich am besten tun sollte und komme doch zu keiner Antwort. Nun ja… ich habe noch etwa eine Woche Zeit um zu entscheiden was ich tue und ich hoffe das ich am Ende dieser Woche bereit bin diese Entscheidung auch zu treffen.

In diesem Sinne….
Sayonára
Aya

9.3.07 03:33





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung