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Samstagseinkäufe - Nur noch allein!

Kómban wá!

Den Umstand, dass über diesem Eintrag eine Begrüßung steht, haben wir wieder einmal Manx zu verdanken. Sie meinte, ich dürfte meine Leser nicht derart vor den Kopf stoßen und müsste sie wenigstens begrüßen und mich von ihnen verabschieden. Welche Leser denn verdammt? Es interessiert sich hierfür doch sowieso niemand! Außer vielleicht meine lieben lieben Mitbewohner, die den Umstand, dass ich hierzu gezwungen werde furchtbar witzig finden.

So dachte ich bis vor ein paar Tagen noch. Aber… zu meiner großen Überraschung, habe ich festgestellt, dass es wohl doch Menschen gibt die dies hier lesen und sogar interessant finden. Ein Umstand, den ich unbegreiflich finde, aber nun gut. Dann will ich mich mal dazu durchringen.

Sowieso könnte diesen Tag heute wohl nichts mehr furchtbarer machen, als er sowieso schon war. Ich bekomm jetzt noch Mordgedanken, wenn ich darüber nachdenke. Aber gut… fangen wir vorne an.

Heute stand, wie jeden Samstag, der übliche Wocheneinkauf an. Üblicherweise mache ich ihn allein, oder aber ich schaffe es einen von den faulen Kerlen unter Androhung massivster Strafen dazu zu bewegen mich zu begleiten. Was aber recht selten vorkommt. Umso überraschter war ich, dass dieses Mal gleich alle drei mit wollten. Sie meinten sie wollten auch mal ein Mitspracherecht bei dem was ich so kaufe haben. Das ich den Einkaufszettel üblicherweise aushänge und die anderen auffordere ihre Vorschläge darauf zu schreiben, wurde geflissentlich ignoriert. Ich wusste schon in dem Moment wo sie die Idee äußerten mitzufahren, dass das keine gute Idee sein konnte. Doch trotz besseren Wissens ließ ich mich breitschlagen und nahm sie mit.

Meine Entscheidung sollte sich schon sehr bald als fataler Fehler herausstellen. Schon am Eingang ging die Schlacht um den Einkaufswagen los. Lautstark diskutierten Omi und Ken, wie zwei Kinder, wer denn besser geeignet wäre den Wagen zu schieben. Yohji stand nur dämlich grinsend daneben. Als die Leute schon ihre Köpfe nach uns drehten, beendete ich den Streit, idem ich einen der Wagen nahm, in den Supermarkt fuhr und die drei einfach draußen stehen ließ.

Doch schon im ersten Gang hatten sie mich wieder eingeholt und sich in einem Moment, in dem ich unvorsichtiger Weise den Wagen für eine Sekunden aus den Augen und vor allem aus den Händen gelassen hatte, den Wagen wieder unter den Nagel zu reißen. Was dann in Etwa so aussah: Omi sprang in den Wagen, Ken schnappte ihn sich und die beiden begannen wie die Irren durch den Supermarkt zu jagen. Das ich ihnen hinterher rief, überhörten sie natürlich und waren auch schon um die nächste Ecke verschwunden. Bereits leicht genervt, blieb mir nichts anderes übrig, als zum Eingang zurück zu gehen und mir einen Korb zu holen in dem ich die Einkäufe verstauen konnte.

Von Yohji war weit und breit nichts zu sehen und ehrlich gesagt war ich auch ganz froh drum. Noch so einen Chaoten konnte ich jetzt sicher nicht gebrauchen. Ich erledigte also einen Teil der Einkäufe. Doch schon etwa 10 Minuten später war es mit der Ruhe auch schon vorbei, denn in dem Moment sollte ich Omi und Ken wieder finden. Oder besser gesagt sie mich. Nämlich indem meine Kehrseite eine recht schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Einkaufswagen machte. Mit mühsam unterdrückter Wut drehte ich mich zu ihnen um und erstarrte.

Denn Omi saß in einem Berg Süßigkeiten. Es sah fast so aus, als hätten sie im Vorbeifahren die halbe Süßwarenabteilung ausgeräumt. Schnaubend fragte ich sie wie alt sie eigentlich seien und ob sie wirklich glaubten, dass ich das Haushaltsgeld für diesen Berg Süßigkeiten ausgeben würde. Nörgelnd kletterte Omi wieder aus dem Wagen und sofort gingen sie dazu über auf mich einzureden um mich so dazu zu überreden, dass ich das Zeug doch kaufte.

Davon völlig unberührt, griff ich mir den Wagen, fuhr zurück in die Süßewarenabteilung und räumte alles wieder in die Regale. Was natürlich auch wieder alle Blicke auf mich lenkte. Nicht zuletzt deshalb, weil ich zwei fast erwachsene Teenager im Schlepptau hatte, die jammerten wie zwei kleine Kinder. Doch ich ließ mich weder von Omis tellergroße Chibiaugen, noch von seinem nervigen, weil furchtbar langezogenen, „Ach Ayaaaaaa~! Jetzt sei doch nicht sooooo~“ oder von Kens waghalsigen Argumenten überzeugen.

Die nächste Dreiviertel Stunde verbrachte ich nun damit jedes Teil was ich kaufen wollte mit Ken und Omi durchzudiskutieren. Das heißt, sie versuchten mit mir zu diskutieren. Ich ignorierte sie die meiste Zeit über, während mein Geduldsfaden immer dünner wurde. Irgendwann verschwanden die beiden und ich konnte in Ruhe zu Ende einkaufen. Ich wollte nur noch an die Kasse, zahlen und dann nach hause.

Hätte ich jedoch gewusst was mich an der Kasse erwartet, hätte ich mich gehütet diesen Wunsch zu äußern oder es auch nur zu denken. An der Kasse traf ich dann auch Omi und Ken wieder, die dort bereits auf mich warteten, und gemeinsam luden wir die Sachen auf das Band. Soweit lief alles wie geplant. Doch plötzlich lag zwischen Glasnudeln, Milchtüten, Reispackungen und anderen Lebensmitteln ein sehr expliziter Yaoi Manga auf dessen Cover zwei Männer zu sehen waren, die sich in eindeutiger Pose rekelten.

Mit vor Entsetzten weit aufgerissenen Augen sah ich zu Ken und Omi, während ich mich noch fragte wie sie das Ding in den Wagen bekommen hatten ohne das ich das mitbekommen hatte. Doch sie sahen mich nur an, als könnte sie kein Wässerchen trüben und als wären sie genauso ahnungslos wie ich, was ich ihnen natürlich keine Sekunde geglaubt habe. Doch bevor ich auch nur einen Ton über die Lippen brachte, griff die Verkäuferin auch schon mit spitzen Fingern nach dem Buch und zog es über den Sensor, wobei sie mich pikiert musterte.

Ich konnte unterdessen nur zusehen und hoffen, dass ich ihn schnell genug verschwinden lassen konnte bevor ihn noch jemand anders sah. Doch… natürlich hatte ich kein Glück. Denn in diesem Moment erschien eine jüngere Kollegin schmunzelnd neben der die uns bediente und informierte mich hilfsbereit darüber das sie jetzt auch Gleitgel und andere Dinge die in die selbe Richtung gingen im Angebot hätten. Ich würde die Sache hinten bei den Kondomen und den Schwangerschaftstests finden.

Nun wandten wieder einmal andere Kunden ihre Köpfe und musterten mich mit hochgezogenen Augenbrauen. In diesem Moment wünschte ich mir, wohl fast so rot im Gesicht wie auf dem Kopf, dass sich der Boden unter mir auftun und mich verschlucken möge. Und gerade, als ich dachte, es könnte gar nicht mehr schlimmer werden wurde ich erneut eines besseren belehrt. Denn genau diesem Moment wählte Yohji um wieder aufzutauchen. Er trat dich t hinter mich, schlang mir beide Arme um die Taille und versicherte, sogar für mich glaubhaft, dass wir bereits einen Jahresvorrat daheim hätten, aber dass er es im Hinterkopf behalten würde, sollten wir Nachschub brauchen.

Ich glaube das war der Moment in dem mein Geduldsfaden endgültig riss. und nicht nur der. Ich machte mich los, indem ich Yohji kraftvoll, weil stocksauer, meinen Ellenbogen in den Magen rammte und verließ schnurstracks den Laden. Warum muss Yohji solche Sachen auch immer auf die Spitze treiben? Er weiß, dass ich für diese dämlichen Scherze absolut nicht zugänglich bin. Ich frage mich immer noch ob so etwas von Anfang an geplant war oder ob sie diese Idee ganz spontan hatten, denn das das ein abgekartetes Spiel von Yohji, Omi und Ken war steht für mich völlig außer Frage.

Na ja… sich jetzt noch aufzuregen bringt wohl nicht viel. Auf jeden Fall hat mich dieser Samstagseinkauf zu drei Tatsachen und einer Erkenntnis geführt. Tatsache 1: Omi, Ken und Yohji mussten den Heimweg zu Fuß antreten. Zusammen mit den Einkäufen. Sie waren wohl auch nicht clever genug sich von dem Personal des Supermarktes ein Taxi rufen zu lassen, da sie immer noch unterwegs sind. Tatsache 2: Ich muss mir einen neuen Supermarkt suchen. Denn diesen werde ich ganz sicher nie wieder betreten. Tatsache 3: Yohji wird wohl noch eine Weile Probleme mit der Bewegung haben, denn das wird sicher einen blauen Fleck geben. Und die Erkenntnis… Einkäufe erledige ich mit 100% Sicherheit nur noch alleine.

In diesem Sinne

Sayonára
Aya

Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass ich mit diesem Eintrag schon die Grenze dessen was an Länge noch vertretbar ist gesprengt habe, aber da sich schon jemand die Mühe gemacht hat das was ich geschrieben habe zu lesen und auch noch zu kommentieren, will ich mich natürlich nicht lumpen lassen.

@ Hexlein: Es tut mir leid, aber ich kann ihre Zuversicht was den Sinn dieses Tagebuches angeht, leider nicht teilen. Ich halte es immer noch für unsinnig. Ich kann auch nicht verstehen, dass es Leute gibt, die sich hierfür interessieren, aber vielleicht kann man es ja als eine Art Ratgeber sehen. „Dinge die man vermeiden sollte, wenn man in einer WG lebt“. Vielleicht hilft es Ihnen in Ihrem Leben irgendwann einmal.

@ Yu-chan: Wie bereits gesagt… ich kann nicht verstehen, dass sich hierfür wirklich jemand interessiert. Das geht wirklich über meinen Verstand. Aber nun gut… da Sie es schon tun, hoffe ich, dass es auch Ihnen vielleicht irgendwann einmal hilft. Ich denke Sie werden verstehen, dass ich Ihren Dank nicht an Manx weiterleiten werde. Ich möchte gar nicht wissen was sie sich noch einfallen lässt, wenn sie merkt, dass dieses Projekt auch noch Anklang findet. Aber ich verspreche Ihnen, sollte ich jemals dieses Buch schreiben, werden Sie mit Sicherheit ein signiertes Exemplar von mir bekommen.

9.9.06 18:16
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kajol (9.9.06 21:43)
hach gott, wie herrlich.

jetzt muss ich dazu auch mal mein kommentar abgeben. sie haben, auch wenn nicht beabsichtigt, mich wirklich zum lachen gebracht.
nicht das sie mich falsch verstehen: sie tun mir wirklich leid und ich kann ihre reaktionen vollstens nachvollziehen, aber trotzdem ließt sich das ganze herrlich. wahrscheinlich, weil man genau rauslesen kann, dass sie hier drauf keinen bock haben und das ja auch schon of t genug erwähnt haben.

also...ich wünsche ihnen für die zukunft noch alles gute mit ihren mitbewohnern und ich werde fleißig weiterlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Kajol


Yu-chan / Website (10.9.06 21:56)
Guten Tag!

Ich freue mich, dass Sie unter anderem für uns all dies aufgeschrieben haben. Und falls es das Buch geben sollte, bedanke ich mich jetzt schon einmal für das Exemplar =D

Nun, was die drei am Ende des Einkaufes angestellt haben, ist wirklich gemein, aber ich musd gestehen, dass es mich zum lachen gebracht hat.
Warum lassen Sie sich davon aus ihrem Einkaufsladen vertreiben? Stehen Sie dort einfach drüber, was können die Verkäuferinnen schon groß tun? ^.~

Mfg
Yu-chan


Ran / Website (12.9.06 22:48)
Hallo~

Na ja... einkaufen mit den anderen Weiß Jungs ist vielleicht nicht so ganz das Wahre, mh? Aber nun gut... wer sich auch noch dazu breitschlagen lässt, die anderen mitzunehmen ist ja irgendwie selber schuld -.- Nun ja.. passiert ist nun mal passiert. Aber ich würd mir keinen neuen Supermarkt suchen ^^; Du kannst doch sonst alles so gut es geht ignorieren... tu es doch einfach auch das nächste Mal beim Einkaufen im Supermarkt *ls*

Aber eines muss ich los werden:
Ich find es echt gut, das du Yohji mal ordentlich eines in die Rippen gegeben hast <.<'' Dieser Notgeile, blöde.... *grml* Na ja.. aufregen nützt bei dem auch nichts *seufzel* Aber okay. Hoffentlich läuft er noch lange mit einem blauen Fleck rum, das er dich auch ja nicht mehr auf diese Weise antatscht -.-"

Übrigens interessiert es mich schon sehr, wie Aya seinen Tag meistert - bei den Mitbewohnern auf jeden Fall. Aber ich bewahre mal stillschweigen und werde den ein oder anderen nächsten Eintrag kommentieren ^,^

Mata ne

Ran



Hexlein / Website (15.9.06 02:44)
(endlich kann ich kommentieren, die Technik hat mich lange genug zum Narren gehalten hier...)

So unamüsant dieser Wocheneinkauf für Sie war, und so Leid Sie mir tun - für mich als Leser war es sehr unterhaltsam *grins*
Ich fühle mit Ihnen, aber ich konnte mich eines Grinsens nicht erwehren, als ich gelesen habe, was Ihre Mitbewohner Ihnen für üble Streiche gespielt haben.

Und ich werde Ihrem Rat folgen und das ganze als Ratgeber für mein zukünftiges WG-Leben ansehen. Somit hat das Ganze hier auch für Sie einen Sinn und Sie können beruhigt weiterschreiben. Vielleicht erleichtert es Ihnen das, da Sie es dann nicht mehr nur alleine deshalb weil tun, weil Sie gezwungen werden ^_-

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